
Quelle: wikimedia.org
Wer sich die letzten Tag einmal die Wahlversprechen der Schwarz-gelben Wunschkoalition angeschaut hat kam wohl zu dem Ergebnis, dass hier das Wort Wahlverprechen gefolgt wird von dem Satz “Jeder kann sich schließlich einmal versprechen”, nicht aber von entsprechenden Taten. Während die CDU/CSU von 10-15 Milliarden Steuerentlastung spricht legt die FDP nochmal nach und verspricht sogar 30-35 Milliarden, vor allem für Besserverdienende, das scheint schonmal klar zu sein. Dafür brauchen wir dann etwa 9 % Wirtschaftswachstum pro Jahr. Das wäre allerdings ein Rekordwert, den es nicht einmal in der Nachkriegszeit im “Wirtschaftwunderland”gab. Also müssen diese Versprecher und zusätzlich die Wirtschaftskrisefolgen sowie die Schuldenbremse wohl anders gezahlt werden.
Gerne hören wir dann die Sätze, dass jeder hier anpacken müsse, doch was bedeutet das in den Augen der Kartoffelkäferkoalition wirklich? Einen radikalen Kahlschlag der sozialen Systeme zu Kosten der Gering- und Mittelverdiener. Die Berlineronline fasste dies passend zusammen, weshalb ich hier die wichtigen Passagen einbringen möchte.
Mehrwertsteuererhöhung eine sozial ungerechte Steuer, die aber viel Geld einbringt, es wäre ja nicht das erste Mal, das die CDU die Merkelsteuer entgegen ihrer Versprechen erhöen würde.
Subventionenabbau, was erst einmal sinnvolklingt und breite Zustimmung findet bedeutet in den Augen von Schwarz-gelb aber wohl eher:
Vor allem die FDP kündigt einen Subventionsabbau nach dem Rasenmäherprinzip um 20 Prozent an. Das betrifft u.a. Zuschläge für Sonntags- und Nachtarbeit, die Förderung des Personen- und Nahverkehrs, Investitionen im Verkehr, Infrastruktur, Eingliederungshilfen für Arbeitslose, Finanzhilfen für Länder und Gemeinden, für Kitas, Sportförderung, Kultur.
Etwas, was die wenigsten Bürger als Subventionsabbau verstehen, sondern eher ein Kahlschlag für die einfachen BürgerInnen.
Auch der Arbeitsmarkt wird stark leiden plant doch die FDP die Privatisierung der Arbeitsagentur (ehm. Arbeitsamt) so wird dann auch der Arbeitslose zur Spekulationsmasse unter dem Zwang der gewinnbringenden Vermarktung zu Lasten der Zukuftschancen junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt.
Privatisierte Gesundheit: Die Union will auf staatliche Zuschüsse zum Gesundheitsfonds verzichten. Mehrkosten tragen die Versicherten. Private Krankenversicherungen sollen die Minderleistungen der gesetzlichen Versicherungen ausgleichen. Das wird für die Patienten teuer, die Pharmaindustrie wird geschont.
CDU/CSU und FDP sind gegen gesetzliche Mindestlöhne. Der CDU-Wirtschaftsrat und die FDP wollen den Kündigungsschutz und die betriebliche Mitbestimmung beschneiden.
Das führt letztendlich zu Auswüchsen wie bei Schlecker. Hier wurden einzelne Filialen geschlossen, die MitarbeiterInnen entlassen und in der neuen Großfiliale zu wesentlichschlechteren Konditionen wieder eingestellt. Lohndumping und Heuschreckenkapitalismus auf Kosten der breiten Massen und leztendlich der gesamten Sozialversicherten zugunsten einiger weniger Investoren.
Weiterhin zeigt sich auch bei der Atomkraft die Wählerfeindlichkeit der Schwarz-gelben Zukunftsgestaltung auf Kosten der nachfolgenden Generationen. Während die große Mehrheit der Bevölkerung die Atomkraft ablehnt spricht die Kanzlerin von einer “innovativen Brückentechnologie” und ihr Ziehsohn auf und davon Guttenberg lässt neue Reaktortypen untersuchen, während Fr. Schavan neue Gutachten zu Standorten in AUftrag gegeb hat und verheimlicht. Auch hier wird auf Druck der Lobby und auf Kosten der Steuerzahler (denn dieser zahlt die Endlagerung, nicht der Energiekonzern) die Sicherheit aller BürgerInnnen aufs Spiel gesetzt.
Was ist aber nun mit der Frage der Finanzmärkte? Ein Thema das große Teile Deutschlands bewegt. Schon im TV Duell hat sich Merkel hier vor der Antwort gedrückt und wohl an die 3 Mio. Großspenden der Banken gedacht. Sie jedenfalls sehen in der Schwarz-Gelben Koalition hier einene Aufwind ihrer spekulativen Geschäfte zu Lasten der BürgerInnen denn wie Berlinonline zurecht festellt:
Weitgehende staatliche Kontrollen der Finanzmärkte wird es mit der FDP wohl nicht geben.
Doch genau diese ist notwendig um sichere Anlageformen für BürderInnen interessant zu halten und den Kreditfluss vor allem in kleine und mittlere Unternehmen aufrecht zu erhalten und zu sichern.
Wer also am Sonntag zur Wahl schreitet sollte diese Dinge nochmals auf Herz und Nieren prüfen, einen echte Zukunft hat Deutschland nur mit einer starken SPD.
23. September 2009
Kategorien: Wahlen2009 . . Autor: stefanjosef . Kommentare: 1 Kommentar